IRIS Earthquake Browser mit 3D-Viewer

Der IRIS Earthquake Browser ist ein weiteres tolles Tool zur Darstellung von Erdbeben, nebst dem IRIS Seismic Monitor (Weltkarte mit den aktuellen Erdbeben). Im Browser lassen sich die Erdbebenherde in einer 3D-Ansicht betrachten. Interessant ist dies unter anderem an Subduktionszonen (z.B. Japan, Pazifikküste von Südamerika), weil man hier anhand der Erdbebenherde sehr gut die abtauchenden Lithosphärenplatten erkennen kann.

Wie geht man vor? Zuerst startet man den IRIS Earthquake Browser, klickt oben links auf “Select New Region” und zieht mit dem Cursor auf der Weltkarte einen blauen Rahmen um das gewünschte Gebiet (z.B. Japan). Dabei kann man zwischen einer Satelliten- oder einer Kartenansicht wählen. Ich ziehe die Satellitenansicht vor, weil man hier das Relief an Land und im Meer erkennen kann. Mit “+” und “-” kann in die Karte zoomen bzw. aus der Karte wegzoomen. Fährt man mit dem Cursor über die Karte, so wird aus dem Pfeil eine Hand und man kann den Kartenausschnitt verschieben. Hat man die gewünschte Ansicht, lassen sich rechts weitere Einstellungen vornehmen, z.B. die Anzahl der Erdbeben verändern (Max. quakes) oder nur die neusten Erdbeben (Priority: Newest) betrachten. Mit einem Klick auf “Apply” werden die Änderungen in der Karte umgesetzt. Je nach Tiefe des Erdbebenherds (Hypozentrum) werden unterschiedliche Farben verwendet und je nach Stärke des Erdbebens (Magnitude) variiert die Grösse des Kreises. Die Legende dazu auf der linken Seite ist selbsterklärend.


(Quelle: http://ds.iris.edu/ieb/)

Klickt man rechts auf “3D View”, so kommt man zur dreidimensionale Ansicht. Als erstes erhält man eine schematische Darstellung der gewählten Region. In unserem Beispiel werden mit weissen Linien die japanischen Küstenlinien und mit hellblauer Linien die Plattengrenzen eingezeichnet. Zur Orientierung hat man eine grüne West-Ost-Linie und eine rote Nord-Süd-Linie. Im Menü oben links lassen sich weitere Einstellungen vornehmen.


(Quelle: http://ds.iris.edu/ieb/)

Mit Hilfe des Cursors lässt sich die 3D-Ansicht in alle Richtungen drehen. Beim Beispiel von Japan wurde die Nord-Süd-Achse um die West-Ost-Achse gedreht, so dass man den Verlauf der Erdbebenherde in der Tiefe betrachten kann.


(Quelle: http://ds.iris.edu/ieb/)

Bei Japan erkennt man nun sehr schön, wie die Erdbebenherde immer tiefer liegen, je weiter sie sich im Westen befinden. Erklären lässt sich dies durch die Subduktion der Philippinischen und der Pazifischen Lithosphärenplatte unter die Eurasische Lithosphärenplatte.

Weitere interessante Gebiete lassen sich betrachten, wenn man beim Browser rechts bei der Einstellung “Go to: Region / Topic” einen der Listeneinträge aufruft.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*